Bilder und ihre Geschichten: Augenblicke festgehalten – und was dahinter steckt

  • Trost am Abend

    Trost am Abend

    Wer von knallharten Einsätzen „im Feld“ zurückkommt, schätzt solche Abende am Niger. Es wird kühler. Ein Sundowner hilft loszulassen. Die Fleischspieße bruzzeln schon auf dem Grill, der Geruch des höllisch scharfen Chili liegt in der Luft. Das Lachen kehrt zurück.

  • Nebenan

    Nebenan

    Bei Evaluierungen schaue ich immer gerne nach nebenan, dorthin, wo ich eigentlich nicht hinschauen sollte. In unvorbereitete Plätze. Für diese Mütter und ihre Kinder war während der Gespräche über Minenkinder und Goldbergbau kein Platz, sie saßen im Schatten zwischen zwei Häusern. Hübsch gemacht hatten sie sich trotzdem, für alle Fälle. Ein paar freuten sich, dass…

  • Absurdistan

    Absurdistan

    Ein Spielplatz für Goldminenkinder, finanziert aus Projektmitteln. Wohl schnell aufgebaut für den Evaluierer. Die Schaukeln fehlen noch, würden aber „morgen“ angebracht. Bilder sagen mehr als Worte.

  • Daumen hoch

    Daumen hoch

    Kinder, die den Daumen hochstrecken und winken. Alles soll nun gut sein, Kinderarbeit in den Goldminen soll passé sein.

  • Alles gut?

    Alles gut?

    Junge Frauen, denen es nach schlechten Zeiten im Goldminenumfeld besser gehen soll. Einige belegten vom Projekt finanzierte Schneiderkurse und zeigten ihre Kreationen auf diesem Foto.

  • Freundin oder Komplizen?

    Freundin oder Komplizen?

    Mütter der Goldminenkinder. Viele sagten, dass sie froh seien, dass es nun mobile Schulen gäbe, sie wollten doch nur das Beste für ihre Kinder.

  • Freund oder Komplize?

    Freund oder Komplize?

    Väter im Umfeld der Kinderarbeit in Goldminen. Konnten sie nicht anders? Haben sie selbst davon profitiert? Wollen sie wirklich nur, dass all dieses Leiden aufhört?

  • Freund oder Feind?

    Freund oder Feind?

    Gespräche mit Menschen im Umfeld der Kinderarbeit in Goldminen: Freund oder Feind? Gut oder böse? Oder einfach – Mensch?

  • Lost

    Lost

    Zu dem im letzen Foto genannten Auftrag (Ich habe die Hand des Teufels geschüttelt): „Nun gibt es keine Kinder und Jugendliche mehr in den Minen – Dank der tollen Arbeit von IPEC! Alle gehen zur Schule oder gehen alternativen Gewerben nach!“. So wurde es mir in Treffen mit Eltern, Ausbeutern und Unterstützern im Umfeld des…

  • Die Hand des Teufels schütteln

    Die Hand des Teufels schütteln

    200.000 Minderjährige haben in Niger und Burkina Faso in Goldminen gearbeitet. Goldminen, das waren senkrecht gegrabene Löcher, an Seilwinden wurden Kinder heruntergelassen. Viele Löcher stürzte ein. Viele Kinder starben. Andere wurden verletzt. Hatten Staublungen. Oder Depressionen. Der Gewinn blieb bei den Wohlgenährten, die ab und an vorbeikamen, um den Rahm abzuschöpfen. Die Kinderschutzorganisation IPEC versuchte…

  • Unsere Helden sind nicht ihre Helden

    Unsere Helden sind nicht ihre Helden

    Dieses Foto entstand in Burkina Faso und zeigt Menschen, die vor Ort verehrt werden: Che Guevara, ein marxistisch-leninistischer Revolutionär, der Rebellenarmeen in Süd- und MIttelamerika anführte und von der CIA ermordet wurde. Patrice Lumumba, ein kongolesischer Freiheitskämpfer, der sein Land im Juni 1960 in die Unabhängigkeit führte, der erste Premierminister des freien Kongo wurde und…

  • En brousse

    En brousse

    Draußen „im Feld“ gibt es häufig keine Garküchen und auch keine „Buvettes“: Trinkstuben, in denen man vielleicht ein Omelette oder Reis mit Sauce bekommen könnte. Dann sind solche Stände ein Segen: Eine Avocado, eine Gurke und zwei, drei Tomaten – und schon ist das Mittagessen zusammengestellt.

  • Am Wegesrand: Shoes – no shine

    Am Wegesrand: Shoes – no shine

    Westliche Marketingexperten wären über diese Präsentation des Schuh-„Portfolios“ entsetzt. Aber für die ivorische Betreiberin des Verkaufsstandes hat sie einen entscheidenden Vorteil: Die Kosten für den Stand sind gering; kommt unbeliebter Besuch, ist alles ruck-zuck weggepackt.

  • Let’s groove

    Let’s groove

    Gemeinsam essen, trinken, feiern gehört einfach dazu. Hier ein Beispiel von einer Mission in der Elfenbeinküste.

  • One shot

    One shot

    Bei verbessertem Anbau von Seide sind die Bäume flacher, die Äste sind weitverzweigt. Die Seide ist für die Bäuerinnen und Bauern gut zugänglich. Allerdings gilt dies auch für die Fingergroßen Seidenraupen, die von Vögeln leicht angegriffen werden können. In dem Mann auf dem Bild haben sie ihren Verbündeten gefunden. Er zielt nicht auf, sondern in…

  • On the road again

    On the road again

    Vom 10. bis zum 24. November 2014 war ich im Osten und Südosten Indiens unterwegs. Mein Auftrag bestand darin, Trainingsmaßnahmen für arme indigene Gruppen zu evaluieren. In diesen knapp 14 Tagen arbeitete ich in Kolkata, Bankura, Chatna, Saturi, Motgoda, Gosaba/Sundarbans, Ranchi, Latehar und Rayagada. Die Einsatzorte lagen teils in der Tiefebene und Deltaregion rund um…

  • Streetfood

    Streetfood

    In zahlreichen Ländern arbeitete ich im Bereich der Nahrungsmittelverarbeitung. Das klingt zunächst abstrakt, ist vor Ort jedoch jedes Mal ein Erlebnis für alle Sinne: Frisch zubereitete Saucen verströmen ihren Duft, das Blubbern und Zischen des Frittierfetts erinnert an manch vertrauten Gaumenschmaus, und die oft verwendeten exotischen Gewürze leuchten in allen Farben der Welt. Wichtige Botschaften…

  • Training in anderen Welten

    Training in anderen Welten

    Für eine Online-Schulung in einem digitalen Vermarktungsportal braucht man eigentlich nicht viel: etwas Strom – und ein halbwegs stabiles Internet. Beides war bei meinen Trainings in Westafrika allerdings oft Glückssache. Manchmal lief der Strom, manchmal verabschiedete er sich einfach wieder. Und das Internet? Genau dasselbe Spiel. Also habe ich mir mit Screenshots jeder einzelnen Portalseite…

  • Schreib das auf!

    Schreib das auf!

    „Schreib das auf!“, war das Motto des rasenden Reporters Erwin Kisch.„Schreib das auf!“, ist auch das Motto jedes Gutachters. Zunächst reiht sich eine Notiz an die andere und ergibt noch wenig Sinn. Erst nach Durchsicht aller Notizen reiht sich Mosaikstein an Mosaikstein und ergibt ein Gesamtbild. Erst dann wird deutlich, was an einem Projekt gut…

  • Kuschelweich

    Kuschelweich

    Neue Ideen für Kleinbäuerinnen und Kleinbauern – darum bemüht sich eine caritative Organisation in Westindien. In diesem Fall geht es um Kleintierhaltung – wie man sehen kann, sind die kuscheligen Kaninchen äußerst beliebt.

  • Feldarbeit

    Feldarbeit

    Mit den Betroffenen arbeiten – und nicht für sie! Das ist das Motto in unzähligen partizipativen Projekten. Die hier zu sehende Animateurin arbeitet für eine lokale Hilfsorganisation. Sie ist regelmäßig auf den Feldern. Fragt, was gut lief und was nicht. Erstellt mit allen gemeinsam Aktionspläne. Vernetzt Kleinbäuerinnen und Kleinbauern mit staatlichen Stellen, Forschungseinrichtungen und anderen…

  • Geheimnisse am Straßenrand

    Geheimnisse am Straßenrand

    Am Straßenrand warten überall Überraschungen. Wie in diesem winzigen Laden, in dem die Verkäuferin Anmut und Würde ausstrahlt. Wer die von einem rosa Tuch verdeckte Gestalt neben ihr ist, weiß ich bis heute nicht.

  • Ganz unten!

    Ganz unten!

    Dieses Foto entstand auf den Goldminenfeldern in Burkina Faso und Niger. Für vier Hilfsprojekte in der Region führte ich Evaluierungen durch. 200.000 Kinder und Jugendliche arbeiteten dort in senkrechten, ungesicherten Löchern. Alle erlitten Gesundheitsschäden, viele starben oder wurden schwer verletzt. Eine internationale Hilfsorganisation finanzierte mobile Schulen, alternative Jobs, bessere Sicherheitsvorrichtungen und Gesundheitsfürsorge. Immerhin. Aber der…

  • Ohne Worte

    Ohne Worte

    Manche Bilder sprechen für sich. Wie dieses hier.

  • Das eigene Ding

    Das eigene Ding

    „Eines Tages, wenn ich genug gespart habe, dann mache ich meinen eigenen Laden auf!“Wie oft ich das wohl in Interviews gehört habe? Hundertmal? Oder gar Tausendmal?Außenstehende sehen auf dem Foto vielleicht nur eine Bude mit hässlichem Wellblech. Im Bereich Werbung für die angebotenen Dienstleistungen sehen sie vermutlich noch „viel Luft nach oben.“Ich sehe einen verwirklichten…

  • Weiß, heiß und kunterbunt

    Weiß, heiß und kunterbunt

    Über vierhundert Frauen werden in Ostsenegal im Anbau von Bio-Baumwolle geschult. Zuvor hatten sie Baumwolle mit chemischen Düngern und Pestiziden angebaut. Viele hatten über Kopfschmerzen, Übelkeit und Depressionen geklagt. Mütter hatten Angst gehabt, ihre Babys mit auf die Felder zu nehmen. Es gab sehr geringe Gewinnspannen. Die Frauen berichteten über ein perspektivloses Dahinvegetieren unterhalb der…

  • Feines Pieken auf der Hand

    Feines Pieken auf der Hand

    Seidenbau ist für diese Kleinbäuerinnen lebenswichtig. Natürliche Feinde, wie Uzi-Fliegen, Käfer, Ameisen, Vögel, Ratten und Eichhörnchen, können durch neu vermittelte Techniken des Baumschnitts und Bio-Pestizide leichter bekämpft werden. Wer einmal eine Seidenraupe auf der Hand hatte, vergisst es nicht. Das feine Pieken der Bauchfüße und Nachschieber ist unbeschreiblich; die taktile Erfahrung brennt sich in einen…

  • Tradition und Moderne

    Tradition und Moderne

    Traditionelles Handwerk wird häufig schon seit Generationen betrieben. Töpfereien können nur schwer mit den überall aufkommenden Plastikprodukten mithalten. Die synthetischen Waren sind günstiger und oft auch haltbarer. Projekte bemühen sich um neue, zeitgemäße Designs, die trotzdem die kulturelle Besonderheit der Schalen, Krüge und Vasen beibehalten. Zudem kümmern sie sich um bessere Umweltverträglichkeit der Lasuren und…

  • Komposition ohne Künstler

    Komposition ohne Künstler

    Immer wieder gibt es Kompositionen ohne Künster. Solche Überraschungen lassen mich staunen und machen mich neugierig. Sie bringen frischen Wind in die durchgetakteten Sehgewohnheiten. Dieses Bild entstand in Westindien. Für mich ist es so stimmig, wie ein Stillleben: Eine kleine Komposition aus abgeschnittenen Palmblättern, Tongefäßen und einem Topf mit weißer Farbe. Ich nehme an, dass…

  • Eine alte Bekanntschaft

    Eine alte Bekanntschaft

    Mehrere Semester meines Studiums befasste ich mit den Massai. Bei meinem ersten Afrikaaufenthalt war ich fasziniert vom Charme einer alten Massai (siehe Erzählungen). Massai bewachten mein Zelt, als ich in der Savanne campierte; einen trampenden Massai nahmen wir im Landrover mit. Bei Aufsetzen der Stoßdämpfer in einem Schlagloch stieß er sich den Kopf am Autodach.…