Unsere Helden sind nicht ihre Helden

Dieses Foto entstand in Burkina Faso und zeigt Menschen, die vor Ort verehrt werden: Che Guevara, ein marxistisch-leninistischer Revolutionär, der Rebellenarmeen in Süd- und MIttelamerika anführte und von der CIA ermordet wurde. Patrice Lumumba, ein kongolesischer Freiheitskämpfer, der sein Land im Juni 1960 in die Unabhängigkeit führte, der erste Premierminister des freien Kongo wurde und kurz darauf ermordet wurde. Er kämpfte für die Selbstbestimmung Afrikas und das Ende der Ausbeutung. Eine verdeckte Beteiligung der ehemaligen Kolonialmacht Belgien und der USA an seiner Ermordung ist wahrscheinlich. Kwarme Nkrumah, der Ghana in die Unabhängigkeit führte und erster Präsident des Landes wurde. Er wandte sich radikal gegen die Ausbeutung Afrikas durch westliche Nationen. Malcom X, ein schwarzer Nationalist und Freiheitskämpfer, für die Sicherheitsdienste der USA war er Staatsfeind Nr. 1. Er wurde im Alter von nur 39 Jahren erschossen, die Umstände sind bis heute nicht völlig aufgeklärt. Warum dieses Bild wichtig ist? Weil es zeigt, dass auch Entwicklungshelfer für zuminest einen Teil der lokalen Bevölkerung als Vertreter von Ausbeutung, Unterdrückung und Doppelzüngigkeit gesehen werden können. Vertrauen muss man sich erst hart durch viel Engagement für die Menschen vor Ort erarbeiten.

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